Globe Friends
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Was es aktuell im Globe Theater gibt:
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Seit 2019 ist das Globe Berlin in
Charlottenburg jeden Sommer Schauplatz echten Volkstheaters in einem
einzigartigen Ambiente unter freiem Himmel. Das niedrigschwellige Angebot
richtet sich an Menschen jeden Alters, aus unterschiedlichen Kulturkreisen und
ist nah an aktuellen gesellschaftlichen Themen. Auf dem Programm stehen
Schauspiel, Wortkunst und Live-Musik, Shakespeare-Aufführungen in Deutsch und
Englisch in zeitgemäßen Übersetzungen sowie deutsche und internationale
Klassiker. Bis der (Wieder-)Aufbau des
Globe beginnt, sind zahlreiche hölzerne Bauteile des zerlegten Theaters zu
einem ringförmigen Bühnen-Laufsteg zusammengebaut. Das Publikum sitzt so
inmitten des Geschehens, umgeben von Natur und der urbanen Kulisse.
Einen dramatischen letzten Akt vor
dem geplanten Start der neuen Saison am 4. Juli gibt es beim Theater Globe Berlin. Seit 2019 spielt es an der
Sömmeringstraße in Charlottenburg vor allem Werke von William Shakespeare auf
einer Freiluftbühne. Deren Holzteile gehören zum geplanten Neubau, den bisher
nur eine Simulation zeigt. Er soll dem einstigen Londoner Globe Theater ähneln,
das Shakespeares Werke aufgeführt hatte.

Hamlet
Nach dem „Sommernachtstraum“ widmet
sich Matthias Schönsee am Globe Berlin erneut Shakespeare. Die von
Theaterleiter Christian Leonard eingerichtete deutsche Fassung setzt moderne
Akzente, ohne die Handlung durch allzu viele Gegenwartsbezüge zu überfrachten.
Benjamin Krüger gibt einen vergleichsweise entschlossenen Hamlet. Einen
unerwarteten Schlusspunkt setzt schließlich Fortinbras, der als neuer Herrscher
die Bühne betritt.
8., 9. und 30. Juli; 5. Und 6. August – jeweils um 19:30

Hier
ist eine aktuelle Rezension vom RBB: Hier
draufklickern - Shakespeare im Regen
Ein Gedicht von
Peter Hacks:
In Pleischte
lebte einst ein Huhn,
Das Ärgernis erregte,
Weil es (was Hühner sonst nicht tun)
Statt Eier Pflaumen legte.
Es gackerte und
legte froh
Die Pflaumen rot und dicklich.
Doch schien den Dorfbewohnern so
Ein Pflaumenhuhn nicht schicklich.
Sogar die Bäurin
fand es dumm
Und briet bei großen Feiern
Verdrießlich und mit viel Gebrumm
Rührpflaumen statt Rühreiern.
Der Bauer sagte
rundheraus,
Sehr unbekömmlich schmeckten
Gekochte Pflaumen, die, o Graus!
Im Eierbecher steckten.
Und
kurz und gut und jedenfalls
Und ganz im Allgemeinen
Das arme Pflaumenhuhn fand, als
Es Freunde brauchte, keinen.
Die
Köchin, die in ihrem Sinn,
Was sie nicht kennt, verachtet,
Die hat mit einem Dolch aus Zinn
Das Pflaumenhuhn geschlachtet.
In Plauschte
stand ein Pflaumenbaum
An einem alten Weiher,
Der trug (ich wag’s zu sagen kaum),
Der trug statt Pflaumen Eier.
Die Eier waren
zweifellos
Im Plauschner Land die besten.
Sie waren frisch und weiß und groß
Und hingen an den Ästen.
Doch reiften
herbstlich ringsherum
Die Äpfel, Birnen, Feigen,
Dann fielen, plim, dann fielen, plum,
Die Eier von den Zweigen.
Sie fielen
Mädchen auf den Kopf
Und Buben auf die Mützen.
Und oft schon trat ein dummer Tropf
In tiefe Gelbei-Pfützen.
Und
kurz und gut und jedenfalls
Und ganz im allgemeinen:
Der arme Eierbaum fand, als
Er Freunde brauchte, keinen.
Der Tischler
meint, ein Eierbaum
Verderbe gute Sitten.
Er hat ihn für den Frühstücksraum
Zu Möbelholz zerschnitten.
So büßten sie und
litten sie,
Weil es die Ordnung heischte:
Der Eierbaum aus Plauschte wie
Das Pflaumenhuhn aus Pleischte.
Und nie ward
jemals einem kund,
Wer diese zwei vertauschte:
Das Pflaumenhuhn aus Pleischte und
Den Eierbaum aus Plauschte.